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JUNI-Tipp 2013: Ziele

Hast du auch schon den richtigen Weg gesucht und nach einer Weile gemerkt, dass du gar nicht weisst, wohin du genau willst? Ohne Ziel wird die Suche nach dem richtigen Weg schwierig, ebenso bei einem falschen Ziel.

 

„Goals are Dreams with Deadlines“ (Simon Ward, Triathlon Trainer des Jahres 2011 in England)

 

Ziele sind erwünschte Zustände, auf die eine Person hinarbeitet. Es ist deshalb unvorstellbar, dass ein Mensch ohne Ziele durch das Leben geht. Nicht alle Ziele sind aber gleich bedeutend oder auch mehr oder weniger bewusst gesetzt.

Es sind meist nicht gigantische Ziele, wie beispielsweise eine Goldmedaille im Sport oder ein überragender Geschäftsabschluss im Beruf, sondern kleine angestrebte Zustände, die uns durch das tägliche Leben begleiten.

Sind diese Ziele gut durchdacht und werden sie optimal formuliert, dann helfen sie, die Aufmerksamkeit auf wichtige Aspekte zu lenken, die Leistungsbereitschaft zu wecken und die Ausdauer bei der Verfolgung zu erhöhen. Das bedeutet, dass das Ziel mit grösserer Wahrscheinlichkeit erreicht wird.

Es gibt verschiedene Kriterien, die dein Ziel  erfüllen muss, damit es erfolgsversprechend wird.

 

Dein Ziel soll interessant sein

Wer hat schon Lust, etwas zu verfolgen, das für einen persönlich nicht interessant ist? Spannend wird dein Ziel, wenn es anspruchsvoll ist, also wenn du dich anstrengen musst, damit du es erreichen kannst. Ist dein Ziel zu einfach, hat es keine Anziehungskraft. Aber aufgepasst, unrealistische bzw. zu hoch gesteckte Ziele wirken demotivierend und Erfolgserlebnisse bleiben aus.

Ungünstig: (Laufanfänger) Ich werde im Mai einen Marathon laufen.

Besser: (Laufanfänger) Ich will im Mai 30 Minuten ohne Gehpause laufen können.

 

Dein Ziel soll individuell sein

Du selber sollst für deine Zielerreichung verantwortlich sein. Sobald andere Personen oder äussere Faktoren deine Zielformulierung oder deine gesteckten Ziele beeinflussen, wirst du von ihnen abhängig und es besteht die Gefahr, dass du die Verantwortung abgibst. Falls du dann dein Ziel nicht erreichst, hast du die Entschuldigung oder Ausrede schon bereit. Dies kann dich daran hindern, dein Ziel mit letzter Konsequenz zu verfolgen.

Ungünstig: Ich will im nächsten Wettkampf besser als Konkurrentin X sein.

Besser: Ich werde im nächsten Wettkampf eine neue persönliche Bestleistung erzielen.

 

Die Kosten-Nutzen-Rechnung soll stimmen

Eine Zielverfolgung verlangt von dir Anstrengung und Zeit, manchmal auch Verzicht und Opfer. Überleg dir gut, ob der Nutzen des erreichten Ziels die Kosten aufwiegen kann. Falls nicht, bleibt bei einer Zielerreichung nur Frust statt Lust zurück.

Ungünstig: Wenn man aufgrund einer Zielverfolgung andere Lebensbereiche vernachlässigt.

Besser: Wenn man trotz oder gerade durch die Zielverfolgung Energie für andere Lebensbereiche gewinnt.

 

Dein Ziel soll positiv formuliert sein

Dein Ziel soll das beinhalten, was du anstrebst und nicht, was du vermeiden willst. Deshalb soll es keine sprachliche Verneinung beinhalten. Aussagen wie „ich werde, ich kann, ich will“ machen deine Zielformulierung prägnanter.

Ungünstig: Ich möchte das Rennen nicht wieder aufgeben müssen.

Besser: Ich werde das Ziel erreichen.

 

Dein Ziel soll messbar sein

Ob du bei deiner Zielverfolgung erfolgreich gewesen bist, kannst du erst nach einer Zielüberprüfung feststellen. Damit diese genau und ehrlich ausfallen kann, soll dein Ziel messbar und an einen Termin gebunden sein. Objektive Kriterien vereinfachen die Überprüfung zusätzlich.

Ungünstig: Ich möchte schneller werden.

Besser: Bis zum Ende der Wettkampfsaison habe ich meine persönliche Bestzeit über 10km um 5 Sekunden verbessert.

Setze dir hier nicht nur Ergebnisziele (Zeit, Rang, Puls, Distanz), sondern auch Prozessziele. Prozessziele sind Ziele, die deine Fortschritte messen und dir zeigen, was es noch braucht, um ein Ergebnisziel zu erreichen. Du kannst sie formulieren in Bezug auf deine Technik, dein Verhalten während eines Wettkampfs oder als mentales Ziel.

Ziele für den nächsten Marathon:

 Prozess-

ziel

 Verhaltensziel

 (mentales Ziel)

 Ich orientiere mich nach vorne.

 Technikziel

 Mein Schritt ist locker und rund.

 Ergebnis-

ziel

 

 Optimalziel

 Normalziel

 Minimalziel

 Leistungsziel

 (Punkte, Zeit,   Puls, ...)

 2:55h

 3:00 h

 3:10h

 Rangziel

 Top 10 der Alterskategorie

 Top 30 der Alterskategorie

 Top 50 der Alterskategorie

Wenn du deine Ziele noch genauer formulieren willst, findest du im Word Wide Web ausserdem die Technik der SMART-Zielformulierung. Diese wird im Sport sehr häufig gebraucht und unterstützt dich zusätzlich bei der Zielerreichung.

 

 

 

 

 

 

 

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