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Die individuelle Zone des optimalen Funktionierens (IZOF)

Im letzten Monats-Tipp haben wir das Bestehen in Druck-Situationen genauer unter die Lupe genommen. Unabhängig von der Grösse des Druckes brauchst du aber immer einen optimalen emotionalen Zustand um gut leisten zu können. Eine zu grosse Nervosität, zu viel Euphorie, aber auch ein Übermass an Lockerheit wirken sich negativ auf deine Leistungsfähigkeit aus. 

Diese richtige Balance zwischen Anspannung und Entspannung ist jedoch bei jedem Menschen wieder anders. Deshalb spricht man in der Fachliteratur von der individuellen Zone des optimalen Funktionierens (IZOF). Zudem variiert sie auch von Sportart zu Sportart. Es scheint klar, dass ein Sprinter und ein Schütze ein anderes Mass an Erregung brauchen, um ein gutes Resultat erzielen zu können. Braucht der Erste Explosivität, ist beim Zweiten eine ruhige Hand gefragt.

 Lange ging man davon aus, dass zwischen Aktivierung und Leistung ein umgekehrt U-förmiger Zusammenhang besteht (Robert M. Yerkes und John, D. Dodson, 1908). Dies würde bedeuten, dass für eine optimale Leistung ein mittlerer Aktivierungsgrad nötig ist. Ein zu viel oder zu wenig an Erregung/Nervosität würde das Verhalten negativ beeinflussen.

In neuerer Zeit beleuchtet man vermehrt die interindividuellen Unterschiede. Es gibt Athleten, die durch eine positive Emotion wie beispielsweise Freude, da Familienangehörige den Wettkampf besuchen, gehemmt werden. Andere können durch dasselbe Glücksgefühl zu Höchstleistungen auflaufen.

Es gilt also für jeden Sportler und für jede Sportlerin, die persönliche Zone des optimalen Funktionierens zu finden, ein allgemeingültiges Rezept gibt es nicht.

Erinnere dich an einen geglückten Wettkampf oder an eines deiner besten Trainings. Versuche dann, auf die folgenden Fragen Antworten zu finden:

 

-          Welche Gedanken haben dich bei diesem Wettkampf oder Training begleitet?

-          Welche Selbstgespräche hast du geführt?

 

-          Wie hast du gespürt, dass dein Körper für die Leistung bereit ist?

-          Bist du fokussiert gewesen, müde oder hellwach?

-          Was kannst du tun, um deinen Körper an diesen Punkt zu bringen?

 

-          Wie hast du dich unmittelbar vor dem Training/Wettkampf verhalten?

-          Kannst du daraus eine Vorstart-Routine ableiten?

 

-          Hast du dich eher entspannt oder ängstlich gefühlt, zuversichtlich oder eher zweifelnd?

-          Welche Gefühle sind für dich leistungsfördernd?

-          Wie kannst du diese Gefühle hervorrufen?

 

-          Bei welchen Bedingungen kannst du gut leisten?

-          Wie kannst du ungünstigere Bedingungen beeinflussen, damit sie für dich besser werden?

 

Deine Antworten können dir helfen, vermehrt in deine individuelle Zone des optimalen Funktionierens zu gelangen. Dies gelingt allerdings nicht von heute auf morgen, sondern braucht Übung. Nutze dazu immer wieder auch Trainingssituationen.

Trotz aller Übung kann es sein, dass du vor dem Wettkampf zu nervös oder zu angespannt bist. Dann können Entspannungstechniken helfen, das Anspannungsniveau zu senken. Fühlst du dich im Gegensatz aber träge und es fehlt dir an Energie, dann ist Aktivierung gefragt. Wie du dich in solch einem Fall optimal entspannen oder aktivieren kannst, erfährst du im September-Tipp.

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