amnis_a.jpgamnis_b.jpgamnis_c.jpgamnis_d.jpgamnis_e.jpgamnis_f.jpgamnis_g.jpgamnis_h.jpgamnis_i.jpgamnis_k.jpgamnis_l.jpgamnis_m.jpg

DEZEMBER/JANUAR-Tipp 2014: Motiviert?

„Hast du dir Vorsätze für das neue Jahr genommen?“

„Ja  – aber was war das schon wieder? Lass mich überlegen. Und du?“

„Ich, nein. Das hat bei mir noch nie geklappt, deshalb lass ich es lieber bleiben.“

 

So oder ähnlich geht es vielen von uns. Einige aber nehmen sich anfangs Jahr etwas vor und verfolgen diesen Vorsatz auch. Dennoch kann es vorkommen, dass sie früher oder später die Motivation verlieren.

Im Alltag wird Motivation oft gleichbedeutend mit „Lust“ verwendet. Es versteckt sich aber noch einiges mehr in diesem Wort und dem wollen wir in diesem Tipp auf die Spur gehen.

      

 

 

 

 

 

 

 

 


(Quelle: Facebook)

 

 

 

In der Wissenschaft wird Motivation definiert als eine aktivierende Ausrichtung des momentanen Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten Zielzustand (Rheinberg, 2004). Es geht demnach immer um zielgerichtetes Handeln und Verhalten. Dazu braucht es  zwei bestimmende Faktoren, das Können und das Wollen.

Das Können sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es zur Zielerreichung braucht. Im Sport wären dies beispielsweise die Kondition, die Koordination und die Taktik. Das Wollen ist ein psychischer Faktor, der uns zu Handlung antreibt und uns mit der nötigen Energie versorgt, damit mir wir an einer Sache dranbleiben.

 

Die Motivation kann in die intrinsische und extrinsische Motivation unterteilt werden.

Intrinsisch meint im allgemeinen Sprachgebrauch so etwas wie „innerlich“. In der Motivations-psychologie wird von intrinsisch gesprochen, wenn ein Verhalten um seiner selbst willen geschieht. Das Ziel liegt dabei in der Handlung selbst und nicht in deren Folgen. 

Sara geniesst es,  mit den Ski den steilen Hang hinab zu schwingen. Das Skifahren macht ihr grossen Spass und darin liegt ihr Ziel. Die Folge davon, nämlich das Unten-Ankommen und wieder am Sessellift anstehen ist für sie nicht relevant.

 

Unter extrinsisch versteht man so etwas wie „äusserlich“ und  „nicht wirklich dazugehörend“. Von extrinsischer Motivation wird gesprochen, wenn eine Person eine Handlung ausführt, deren Folge das eigentliche Ziel ist. Die Handlung selbst ist dabei das Mittel zum Zweck und ist nicht zwingend mit positiven Gefühlen versehen.

Peter geht regelmässig ins Fitnesscenter. Das Training selbst macht ihm nicht besonders Spass, aber er will an Gewicht verlieren. In der Folge des regelmässigen Sporttreibens liegt für ihn die Motivation.

 

Auch wenn die extrinsische Motivation als die weniger „gute“ Motivationsform erscheinen mag, kann sie dennoch sehr nützlich sein. So hilft sie einem beispielsweise beim Erlernen neuer Fertigkeiten, die aufgrund fehlender Technik noch keinen Spass machen oder wenn man eine unerfreuliche Aufgabe angehen muss, beispielsweise wenn man beim Badminton anfangs den Shuttle nie trifft oder wenn man als Sportmuffel zu Rehabilitationszwecken in den Kraftraum gehen muss.

 

Zwischen den zwei Motivationsarten gibt es keine klaren Grenzen. Von fehlender Motivation führt ein Kontinuum  über extrinsische  hin zur intrinsischen Motivation.

 

 Amotivation

fremdbestimmte extrinisische Motivation

selbstbestimmte extrinisische Motivation

intrinsische Motivation

 

Beispiele des Sportreibens sollen dir die verschiedenen Stufen erklären.

Amotivation

Die Person hat überhaupt keine Absichten, sich in irgendeiner Form zu bewegen. Sie misst dem Sport und dessen Folgen überhaupt keine Bedeutung bei.

Extrinsisch, fremdbestimmte Motivation

Sport wird nur getrieben, um eine Belohnung zu erhalten oder eine Bestrafung zu umgehen. Würde durch regelmässiges Sporttreiben der Lohn stark erhöht werden, würde die Person Sport treiben. Da dies nicht der Fall ist, fehlen die Belohnung und der Anlass zur Handlung. Es bleibt bei Inaktivität.

Extrinsische, selbstbestimmte Motivation

Die Person fühlt sich in ihrem Körper aufgrund einiger Kilos zu viel nicht mehr wohl und attraktiv. Im Sport sieht sie eine Möglichkeit, diesen Zustand zu verändern.

Diese zweite Form der extrinsischen Motivation zieht schon stärker in Richtung des intrinsischen Pols, doch auch hier bestimmt immer noch der Zweck die Handlung.

Intrinsische Motivation

Der Athlet treibt Sport, weil ihm die Ausübung viel Spass bereitet. Die Folgen des Trainings sind für ihn nebensächlich.

Je höher die intrinsische Motivation, umso länger wird eine Tätigkeit aufrechterhalten.  Um mit einer unerwünschten oder weniger freudigen Handlung zu beginnen, hilft aber auch eine extrinsische Motivation.

 

Nimm dir jetzt fünf Minuten Zeit und überdenke nochmals deine Vorsätze:  Welche Art von Motivation liegt ihnen zugrunde? Brauchst du eine Belohnung von aussen, damit du den Vorsatz umsetzt? Oder kannst du den Vorsatz mit irgendetwas verbinden, das dir Freude macht, also intrinsisch gesteuert wird, damit zu sie langfristig und nachhaltig umsetzen kannst?

 

 

 

 

copyright by amnis-motivationsfabrik 2012-2013